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>>Blausteiner
Nachrichten Nr. 2 << Gentechnikstudie „ Des Kaisers neue Kleider“wurde von “Save our Seeds“ (Initiative zur Reinhaltung des Saatguts von gentechnisch veränderten Organismen) und NABU mit 20 Umwelt-und Verbraucherschutz-Organisationen aus aller Welt durchgeführt. Im Dezember wurden die Ergebnisse von Vandana Shiva (Trägerin des alternativen Nobelpreises) in Berlin vorgestellt. Die Studie zeigt deutlich auf, dass die Gentechnik als angepriesene Waffe gegen den Welthunger und Wundermittel für Ertragssteigerungen, sowie Reduzierung des Einsatzes von Pestiziden, versagt hat. Stattdessen hat die Gentechnik zur Konzentrierung und Monopolisierung des Saatgutmarktes beigetragen. Beikräuter die resistent gegen Unkrautvernichtungsmittel wie Glyphosat sind nehmen zu. Diese Superunkräuter haben schon erhebliche Schäden in den USA verursacht. Die betroffenen Flächen haben sich vervierfacht. Neun resistente Beikräuter traten die letzten Jahre in Brasilien auf. Auch Resistenzen bei Schadinsekten wie dem Baumwollkapselbohrer, der eigentlich mit gentechnisch veränderter Baumwolle bekämpft werden sollte. Die Lobbyisten der Chemie-und Saatgutkonzerne sind weltweit in Zulassungsbehörden der Agrarministerien und in großen Stiftungen (die den Hunger bekämpfen wollen) vertreten. In den USA zahlen die Biotechnologiekonzerne Millionenbeträge an Kongressabgeordnete. In der EU und Deutschland planen Biotechnologiekonzerne über eigens eingerichtete Beratungskommisionen, wie z.B der Bioökonomierat millionenschwere Forschungsprogramme mit. Um diese Forschung- und Entwicklungsförderung der Gentechnikpflanzen zu begründen, wird die Sicherung der Welternährung herangezogen. Gentechnik ist von einem Beitrag zur Welternährung weit entfernt. Die Pflanzen landen im Futtertrog oder im Tank. Über 80% der Welternährung wird durch Kleinbauern geleistet, die auf nachhaltige, unabhängige Systeme angewiesen sind, statt auf teures Saatgut, Pestizide und Dünger. Die Studie hat bewiesen, dass z.B ökologischer Landbau in Afrika die Erträge verdoppelt und dazu zur überlebenswichtigen Sicherung der Bodenfruchtbarkeit beiträgt. (Quelle: NABU Dr. Steffi Ober, Pressemitteilung)
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